Haustierversicherung
Wer sich ein Haustier anschafft muss mit zum Teil erheblichen Kosten für Tierarzt, Medikamente und Behandlungen rechnen. Auch von einem Haustier verursachte Unfälle ziehen häufig hohe Folgekosten nach sich. Inzwischen können Tierhalter für ihre Haustiere neben einer Haftpflichtversicherung auch eine eigene Krankenversicherung abschließen. Doch isind derartige Haustierversicherungen wirklich sinnvoll?
Generell haften Tierhalter für Schäden, die von Ihren Tieren verursacht wurden. Katzen gelten hierbei noch als Kleintiere und fallen somit unter die private Haftpflichtversicherung. Pferde oder Hunde hingegen können beispielsweise durch Unfälle große Schäden verursachen und die Folgekosten wie Schmerzensgeld, Karnkenhausaufenthalt oder Sachschäden sind oft enorm. Hier kann es sich also tatsächlich lohnen eine Haftpflichtversicherung für das Tier abzuschließen, die derartige Kosten übernimmt.
Bei Haustierversicherungen, die die Krankenversicherung für Haustiere übernehmen, gehen die Meinungen hingegen stark auseinander. Eine allgemeine Haustierkrankenversicherung übernimmt in der Regel sowohl stationäre als auch ambulante Behandlungen, zudem homöopathische Behandlungen, Vorsorgebehandlungen wie etwa Impfungen sowie Medikamente. Nicht übernommen werden beispielsweise spezielles Diätfutter, Kastration, Sterilisation oder Hormonspritzen.
Bei Vertragsabschluss muss das Tier völlig gesund sein. Die Versicherung kann im Zweifel auch Informationen vom Tierarzt einholen. Desweiteren dürfen die Tiere bei Eintritt in die Krankenversicherung ein bestimmtes Höchstalter nicht überschritten haben. Pferde dürfen beispielsweise nicht älter als elf Jahre sein, bei Hunden muss meist ab dem fünften Lebensjahr eine Selbstkostenbeteiligung von etwa 20% abgeschlossen werden.
Die Kosten einer Haustierkrankenversicherung belaufen sich für einen Hund auf bis zu 600 Euro im Jahr, für eine Katze auf bis zu 300 Euro im Jahr. Damit sind Haustierversicherungen nicht billig. Ob es sinnvoll ist, eine solche abzuschließen, muss jeder selbst entscheiden. Es kann auch ausreichend sein, das Geld selbst für eventuelle notwendig werdende Behandlungen auf die Seite zu legen.


